Kolonialpolitik. Kolonialpolitik wurde einmal als "der Toilettenstein in der Suche nach einem, der europäischen Misere übergeordnetem Ideal in anderen Kontinenten" bezeichnet. Eine überaus verharmlosende Charakterisierung dieser Politik-Spezies, die ihre Machtausdehnung jahrhundertelang darüber betrieb, dass sie andere Länder infiltirerte, eigene Nachkommen mit indigenen Völkern zeugte, diese Nachkommen in privilegierte Landesverwaltungspositionen manöverierte und bewaffnete, mit den nicht sexuell dominierten Bevölkerungsteilen des Landes dann propagandistisch Konflikte schürte - wobei die Konzepte für diese Auseinandersetzungs-Förderungen aus den Studien der Ethnologen über Stammes-Fehden entnommen wurden - um diese, nicht der Kolonialstaats-Nachkommenschaft zugehörigen Bevölkerungsteile dann zu dezimieren, zu versklaven oder zur Migration zu zwingen. Zur Migration nicht selten exakt in die Staaten, die als Kolonialmacht konzeptionell die Ausrottung der nicht-eigenen Nachkommenschaft in den Auswanderungs-Ländern betrieben.
Europa, als Staaten-Puzzle Erfinder des Kolonialpolitik-Konzeptes, war jahrhundertelang ein Meister dieser Maskenpolitik, regiert von einem Familienkonglomerat das sich nach Aussen hin als unüberwindbar zerstritten präsentierte, nach Innen aber immer einer gemeinsamen Logik folgte, die sie seit Erfindung der Medien von einem monumentalen Theaterbauwerk-Ablenkungsmanöver umwoben wird : "Unsere" Hochbauen - "Die Anderen" Umbringen.
Wie viel Schöner und Anschaulicher könnte man dieses Konzept präsentieren als seit dem 24. Februar 2022. Europäische Politiker fordern und fördern in Scharen die Integration eines neuen, ihnen volksverwandten Staates, obwohl dieses Land sich traut, das friedenspolitisch orientierte Denken der Europäischen Union mit Kriegspropaganda zu infiltrieren und zu kontaminieren, ohne der Ukraine klare Grenzen zu setzen und klarzustellen, dass der dortige, landesinterne Kriegswahnsinn zuerst beendet wird, bevor eine Aufnahme dieses Staates in die EU überhaupt nur diskussionsfähig würde und betreibt gleichzeitig Gewöhnungspolitik an die Tatsache, dass an Mittelmeerküsten massenhaft Leichen von auf der Überfahrt von Nordafrika ertrunkenen Migranten angespült werden. Eine Europäische Union, die Milliarden in den Aufbau einer Aussengrenzsicherungsstruktur und einer eigenen Grenzagentur Front-Ex (sic !) investieren kann - ausser entlang der Ukraine-Grenze - aber nicht in der Lage ist, den Migrantenstrom aus Nordafrika mit Mitteln der modernen Schiffahrt so zu kanalisieren und zu lenken, dass dabei keine Menschenleben verlorengehen. Nicht zufällig erinnert Front-Ex an Unkraut-Ex, zumindestens bei den Wenigen Europäern, die die alte, interne Sprache dieses Staatenbundes noch verstehen.
Italien müsste also mittlerweile einen schwarzafrikanischen Bevölkerungsanteil von 5-10 % haben. Italien, ein Staat der vor 137, 128 und 88 Jahren koloniale Eroberungs- und Rachefeldzüge in Äthiopien veranstaltete und dort zuletzt ab dem 3. Oktober 1935 - angeblich - hunderttausende Einheimische mittels Giftgas ausrottete. Erstaunlich also die Evolution des Grundvertrauens der flüchtenden Schwarzafrikaner, wenn diese in ihren fragilen Booten italienische Küsten ansteuern. In diesem letzten offensichtlich kolonialen Abessinienkrieg stand Deutschland unter Adolf Hitler an Seiten der Äthiopier und beriet diese im Kampf gegen Italien unter Benito Mussolini, obwohl in Europa Hitler und Mussolini eng verbündet waren. Mussolini liess dabei die äthiopische Bevölkerung mit Senfgas bombardieren, eine Technik zur Ausrottung von indigenen Bevölkerungen, die Deutschland kurz zuvor im Rif-Krieg ausgetestet hatte. Eine wertvolle Beratungsleistung also, die Nazi-Deutschland dem Negus Haile Selassie damals hatte zukommen lassen. Etwas geblendet war dabei dieser äthiopische Herrscher damals um 1930 wohl vom Glasperlenspiel in Form des strahlenden Schillerns und Glitzerns des im kurz zuvor verliehenen "Nassauischen Hausordens vom Goldenen Löwen".
Mit Aussnahme der Kolonial-Provinz Eritrea war und blieb Äthiopien das einzige nicht von Europa kolonial dominierte Land Afrikas bis zum offiziellen Ende der mittelalterlich-neuzeitlichen kolonialen Politik-Epoche und geniesst deswegen hohen Respekt innerhalb der Bevölkerungskreise Europas, die kolonialem Unterwerfungsritualgehabe distanziert gegenüberstehen und lieber mit starken Feinden zusammenstehen als mit unterworfenen Freunden. Die Abessinische Überlegenheit resultiert mit Sicherheit aus einem älteren und vorkolonialen Politikkonzept weiblicher Dominanz, mystisch verkörpert durch die arabisch-schwarzafrikanische Königin von Saba beziehungsweise Sheba, einer Regentin des "Glücklichen Arabiens" aus vorbiblischer Zeit, welches mindestens die regionalen Gebiete der heutigen Staaten Yemen und Äthiopien umfasste, die in religiösen Kreisen bisweilen mit dem vielgesuchten "Paradies" gleichgesetzt werden.
Der allgemeingültige rote Faden europäischer Kolonialphantasie besteht deswegen auch gar nicht im verwalterischen Auflisten männlich dominierter Schlachten und Gemetzel sowie derer Opfer, sondern in einer sicher teilweise auch religiös verbrämten Bewunderung und Anbetung feministischer Regierungsstrukturen im zentralafrikanischen Hochland, verkörpert durch die Königin von Saba und dem Wunsch, europäischen Kolonialmilitarismus durch deren Wirken und Politikphilosophien zu ersetzen.
Wie immer bei religiös geprägten Phantasien und ihrer opiaten Wirkung auf das Volk ist in solchen Situationen aber auch zur Wachsamkeit Anlass gegeben, denn so gut und nachahmenswürdig auch leitende Ideen sein können, so vielschichtig und widersprüchlich ist doch ihre multifacettische soziale Reflektion, die unter einem einmal allgemeingültig akzeptierten Oberorientierungsbegriff sofort mit der Präsentation von propagandistischen Gegenmodellen beginnt, deren Wirken dann im Hintergrund unerkannt nach alteingespielten Mechanismen und Ritualen abläuft. Insbesondere feministische und matriarchalische Leitbilder provozieren so sofort unterschwellige Reaktionen der männlichen Kompetenz, welche, je stärker und erfolgreicher die Erscheinungsformen feministischen Wirkens sind, um so blutrünstigere und deformierendere Gegenpropaganda erzeugen, verbreiten und wirken lassen.
Als initiales Beispiel wird hier auf die publizistische Gegenreaktion des deutschen Kaiserreiches hingewiesen, mittels welcher im Jahre 1896 auf die schmachvolle militärische Niederlage des mit Deutschland verbündeten Italiens in der Kolonialschlacht von Adua in Äthiopien reagiert wurde. Die Verteidigung der Unabhängigkeit Äthiopiens im zweiten italienisch-abessinischen Kolonialkrieg und die militärische Niederlage der kolonisierenden Europäer wird dabei insbesondere der Kraft und Einflussnahme der äthiopischen Kaiserin Taitú zugeschrieben, die dafür im Gegenzug mittels deutscher, militärpropagandistischer Publikationstechnik diskreditiert und grausam denunziert wurde, wodurch der Keim für die nachfolgende Präsentation Äthiopiens im Rahmen von Kolonialschauen, Panoptiken und Circus-Festivitäten in Deutschland gelegt wurde, aus dem dann die Wurzel für den 40 Jahre später nachfolgenden und offensichtlich militärpropagandistisch sehr durchdacht jahrzehntelang vorbereiteten militärischen Rachefeldzug der faschistischen Hitler-Moussolini-Regime in Äthiopien im Oktober 1935 heranwuchs.
Das CID Institut beginnt hier thesaurisch mit der Zusammenstellung von Internet-Literaturdaten zum Zwecke der Ausleuchtung der langjährigen Koloniallogik und der Aufdeckung im subtilen Unbewussten aktiver sozialer Mechanismen, auch zum Zwecke der eigenen Geschichtsaufklärung sowie der Einordnung regionaler, nassauischer Propagandapolitikstrategien.
Der erlöschenden Epoche des europäischen Kolonialismus folgte im 2oigsten Jahrhundert der apparente Rückzug der Kolonialverwaltungen und Kolonialtruppen aus den Kolonialstaaten, die "Übernahme" der ab dato "Unabhängigen" Nationalstaatsregierungen durch die "Postkolonialen Regime", deren jeweilige Zuordnung zu den damals noch politisch konkurrierenden Machtblöcken (USA, UdSSR, China, Europa) sowie die Belieferung dieser jungen Staaten mit Waffen und Wirtschaftshilfen zur Stützunmg der neu installierten "unabhängigen" Regime. Die Geschichtsschreibung dazu sowie die Rechtfertigungs- und Erklärungsmodelle für die Fortsetzung ethnischer Konflikte in den ehemaligen Kolonialstaaten lieferten die nun als "Unabhängige Medien" umdefinierten und so getarnten und koordinierten, europäischen Militärpropaganda-Apparate, nicht selten in Form wissenschaftlicher, ethno-kolonialistischer Analyse.
Nachvollziehbare und allgemeinverständliche Erklärungsmodelle für die nahtlose Fortsetzung der postkolonialen Eritrea- und Abessinienkriege, die insbesondere nach dem Tod des Negus Haile Selassie Ende August 1975 wiederaufflammten und zumindestens bis ins Jahr 2000 andauerten, können nur ebendiese postkolonialen Militärpropaganda-Apparate liefern, wäre denn doch eine Einschätzung von Seiten internationaler juristischer Ebenen auf den simplen Punkt zu bringen, dass das Konfliktszenario ein mediales Tarnnetz für den immer noch anhaltenden Versuch der systematischen Ausrottung einer bestimmten ethnischen Stammesgruppe ist, die von Europa aus niemals kolonial unterjocht werden konnte.
Auch diese letztere Hypothese findet in der Fortsetzung des Äthiopien-Konflikt-Theaters seit dem Ende des letzten Eritrea-Krieges im Juni 2000 eine Wiederholung des vorangehend dokumentierten Beispieles der gezielten, propagandistischen medialen Diffamierung und Diskreditierung abessinischer Staatsangehöriger in Deutschland in Folge der im Jahre 2015 begonnenen Flüchtlingswelle und der "grosszügigen" Aufnahme der unter Anderem aus Äthiopien über das Mittelmeer Flüchtenden durch die damalige Bundesregierung unter Bundeskanzlerin Angela Merkel. Die dadurch entstandene scheinbare Privilegiensituation der geflüchteten Afrikaner in Deutschland, denen hier zahlreiche Hilfsleistungen zuteil wurden, führte zu Eifersüchteleien von in aussereuropäischen Staaten Exilierten, welche sich Deutschland ethnisch näher fühlten als sie das den Afrikanern zugestehen wollten, was zu einer permanenten Diskreditierungskampagne in regionalen Nassauer Medien führte, in denen "Flüchtlinge aus Eritrea" unzählige Missetaten und bei Mitgliedern anderer Ethnien regelmässig übersehenes Fehlverhalten attestiert wurde, was in der Kopf-Propagandasituation mündete, dass von deutscher Kolonialpropaganda-Seite aus am 29. Juli 2019 einem Äthiopier bzw. Eriträer unterstellt wurde, eine Frau und ein Kind im Hauptbahnhof Frankfurt vor einen fahrenden ICE gestossen zu haben, was in uninformierten Bevölkerungskreisen zum Aufleben starker anti-äthiopischer Ressentiments führte bzw. vermutlich medientechnisch auch führen sollte.
Es bleibt also auch weiterhin und auch trotz der deklarierten Zeitenwende wichtig, in Deutschland Wachsamkeit gegenüber solchen Bevölkerungskreisen zu bewahren, die auch heute noch Massenmedien für unlautere postkolonialpolitische Einflussnahme missbrauchen, denn solches weist darauf hin, dass auch die ehemaligen kolonialen Auseinandersetzungen weiterhin im Fortgang sind.
1000 A.C.
Queen of Saba Makeda
Queen of Sheba Malikat Saba - Negseta Saba
Saba Königin Oper Österreich 1875
Saba Königin Neue Freie Presse
Königin von Saba Radiomuseum 1950/60
König Salomo und die Königin von Saba Peter Hammer 2000
Salomo und die Königin von Saba 2004
Queen of Yemen 2018
Queen of Sheba 2023
1868 April 13
Battle of Maqdala - Tewodros II - Prince Alemayehu
https://www.atlasobscura.com/articles/emperor-tewodros-hair-returned
Magdala / Amba Mariam - Äthiopien
Magdala / Migdal - Israel
Magdala - Thüringen
Massaua - Eritrea / Äthiopien
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Zewditu Emperess of Ethiopia 27. September 1916 - 2. April 1930
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Haile Selassie Verleihung Nassauischer Hausorden vom Goldenen Löwen
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Abessinien-Krieg - 3. Italienisch-Äthiopischer Krieg
1954 November 8
Haile Selassie Staatsbesuch Bonn
Haile Selassie Deutschland 1954 Bilder
1975 August 27
Tod Haile Selassie
Derg Regierung - ELF / Beginn Eritrea-Krieg Fluchtwelle nach Deutschland
1980 April 7
Koptisches Kloster Kröffelbach
1998 Mai 6 - 2000 Juni 18
2011-2025